Was war die beste Motorsport-Ära?

1932-RussSnowburger

Das ist eine Frage, welche schwer zu beantworten ist. Es kommt wirklich auf die Sichtweise des Betrachters an. Ein Mercedes Fan hat hier wohl andere Ansichten als jemand, der auf Tourenwagen und Audi steht. Es gibt jedoch immer Generationen, welche über die eigene Rennklasse hinaus für Ansehen sorgen. Auf einige wollen hier kurz das Spotlight richten.

Die goldene Ära

Der Motorsport war zwischen den beiden Weltkriegen ein Publikumsmagnet in Deutschland. Sagenhafte Zuschauerzahlen bei den Großereignissen waren an der Tagesordnung. Zwischen 1932 und 1939 war die goldene Zeit der deutschen Rennwagen. Ein Gewichtslimit von 750 Kilogramm brachte ein völlig neues Konzept in den Rennsport. Der Heckmotor kam auf und sorgte für eine komplett neue Konzeption der Rennwagen. Porsche schaffte es, sechzehn Zylinder mit sechs Litern Hubraum unterzubringen. Bernd Rosemeyer düpierte seine Konkurrenz auf der Straße und hatte zu dieser Zeit einen Beliebtheitsgrad wie Max Schmeling.

Ein tragischer Unfall beim Versuch einen Geschwindigkeitsrekord aufzustellen endete 1938 tödlich für den Publikumsliebling. Der 2. Weltkrieg beendete den Rennsportboom dieser Ära.

Die Ära der Silberpfeile

Kaum ein anderer Wagen wie die Mercedes Silberpfeile haben die Mitte des 20 Jahrhunderts so intensiv geprägt. Diese Zeit ist auch unweigerlich mit dem Namen Juan Manuel Fangio verbunden. Der fünfmalige Weltmeister dominierte die Konkurrenz wie Rosemeyer vor dem 2. Weltkrieg. Der schreckliche Unfall von Le Mans wirft den einzigen großen Schatten auf diese Epoche, ist aber auch ein Paradebeispiel für die Draufgänger dieser Zeit.

Die blutigste Ära

In den 60er und 70er Jahren kam es in der Formel 1 zu den meisten tödlichen Unfällen. Die Fahrzeuge wurden fast doppelt so schnell, allerdings waren die Rennstrecken für diese Geschwindigkeiten nicht ausgelegt. Die Sicherheit wurde in vielen kleinen Schritten versucht zu verbessern. Es dauerte aber wirklich bis zum tragischen Tod von Senna, bis intensiv an der Sicherheit der Fahrer in ihren Boliden gearbeitet wurde. Das Ergebnis dieser Bemühungen kann man heute sehen, wenn der Weltmeister sich so sicher fühlt, dass er Aussagen wie „Ich hatte nie Angst zu sterben“ trifft.

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