Motorsport in Deutschland

Die meisten befragten setzen auf Sebastian Vettel als neuen Weltmeister. Foto: Diego Azubel

Wer jemanden im Rest der Welt nach Motorsport in Deutschland fragt, bekommt in erster Linie Vettel, Schumacher und die Formel 1 als Antwort. Dabei ist Deutschland ein total renn- und motorsportverrücktes Land. Es gibt fast kein Land in dem es so viele organisierte Clubs rund um den Motorsport gibt als hier. Im Land von Mercedes, Porsche, BMW und Audi sollte dies aber auch nicht anders sein.

Die größten deutschen Rennfahrer der letzten 50 Jahre haben ihre Karriere oftmals auf Kart-Bahnen angefangen. Schon als Kids oder im Teenageralter drehten sie nach der Schule ihre Runden. In vielen Städten und Gemeinden sind Indoor-Kartbahnen zu finden und viele Eltern hoffen nach den ersten erfolgreich absolvierten Runden ihres Nachwuchses, dass sich hier vielleicht der nächste Formel 1 Weltmeister auf seine Karriere vorbereitet.

Dies ist zwar meist etwas illusorisch, aber dennoch sehr wichtig. So wird die Begeisterung für den Motorsport von Generation zu Generation weitergegeben. Selbst die Großen des Rennsports kommen, wenn es die Zeit zulässt, immer gerne zu ihren Wurzeln zurück und messen sich gegenseitig in Karts.

Motorsport ist in Deutschland fast schon ein Breitensport. In jeder Stadt gibt es Tuning-Clubs, welche sich regelmäßig treffen um an ihren Fahrzeugen Verbesserungen vorzunehmen, die Abstimmung des Fahrwerks zu optimieren oder einfach nur gemeinsame Ausfahrten zu Organisieren.

Die größeren Automobilclubs in Deutschland bieten in allen Regionen des Landes Fahrertraining und Sicherheitstraining für ihre Mitglieder, aber auch die Allgemeinheit an. Diese finden auf abgesperrten Pisten statt und die Fahrer können sich so an ihr Limit, oder natürlich auch an das ihres Wagens, herantasten.

Für zugelassene Straßenfahrzeuge gibt es Gleichmäßigkeitsprüfungen die oftmals auf den bekannten Rennstrecken wie dem Nürburgring oder dem Hockenheimring stattfinden. Nicht selten haben dies Events mehrere hundert Teilnehmer. Selbst der Kurs für eine Rennlizenz kann relativ kostengünstig und mehrmals jährlich belegt werden. Und wenn man sich die Teilnehmerzahlen dieser Kurse ansieht, braucht man sich um die Zukunft des Motorsports in Deutschland keine Sorgen machen.

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